Finanzcrash und Weltwirtschaftskrise 2008 mit Ausblick auf 2009

Alle Aussagen, die ich seit mehr als einem Jahr zur wirtschaftlichen und politischen Situation in der Welt in den folgenden und weiteren Artikeln gemacht habe, sind sorgfältig astrologisch unter verschiedenen Gesichtpunkten recherchiert.
Wenn Nachrichten Prognosen bestätigen füge ich im Laufe des Neumond-Monats Links zu den entsprechenden Artikeln im Internet ein.
In ASTROLOGIE HEUTE Nr. 136 (Ausgabe Dezember/Januar 2008/2009) finden Sie einen ausführlicher Artikel zur Sonnenfinsternisdeutung mit Prognosen, die den großen Rahmen für die Neumondhoroskope abstecken.

Neumond-Prognosen für die Monate September bis Dezember 2008

Prognose zum Neumond vom 30.8.2008, gültig für September 2008, veröffentlicht im Pranahaus-Newsletter am 22.8.2008

Der September wird ein weltweit wirkungsreicher Monat. In den USA steht eine Wende in der Dollarkursentwicklung an. Mehr als fünf Prozent legte die US-Währung gegenüber sechs führenden Währungen von Ende Juli in den August hinein zu. Diese Stärke markierte jedoch keine Trendwende sondern war ein Zeichen der großen Ernüchterung, die die Konjunkturausblicke für andere Teile der Welt hervor riefen. Auch in der ersten Jahreshälfte 2005 schien - wie im August diesen Jahres - der Sturz der US-Währung im Vergleich zum Euro für eine Weile gestoppt, um danach wieder Fahrt aufzunehmen.

Auch ein Kursrückgang an den Börsen ist wahrscheinlich. Die Europäische Union wird vor einer Entscheidung stehen. Betroffen sind die europäischen und asiatischen Finanzmärkte ohnehin, da sich wirtschaftliche Entwicklungen nicht isoliert ereignen können.

Möglich sind Forderungen seitens der USA nach Unterstützung.
Vergleichen Sie dazu den Artikel vom 22.9.2008 bei www.n-tv.de Deutschland lehnt ab. USA wollen ausländische Hilfe

Die Finanz- und Immobilienkrise in den USA, aber auch in anderen Ländern, ist noch lange nicht ausgestanden.
In diesem Neumondmonat wird sie mehr von ihrem wahren Ausmaß zeigen.

Vergleichen Sie zu diesen Aussagen bei www.n-tv.de die Artikel vom 22.9.2008 »Das Ende einer Ära. Wallstreet im Umbruch«
und Krise ohne Ende. Wie kam es dazu?

Bedingt durch die Abkühlung der weltweiten Konjunktur und die Stärke der chinesischen Währung Yuan sind Chinas Ausfuhren in den vergangenen Monaten merklich zurückgegangen. Trotz positiver Inflationsdaten setzten sich die Kursverluste fort. Ein Einbruch des Dollars wird China, das große Devisenreserven hält, stark betreffen.

Der Konflikt am Kaukasus ist noch lange nicht beigelegt.

Vergleichen Sie zu diesen Aussagen bei Focus Online den Artikel vom 30.9.2008: »Georgien - EU-Beobachter vor einer schwierigen Mission«
Ungeachtet des von Präsident Sarkozy und seinem russischen Amtskollegen Medwedew im August vorgestellten Friedensplanes zeigt die noch etwa ein Jahr gültige Sonnenfinsternisperiode ein Aggressionspotenzial, das sich in einer anhaltenden Krise zwischen den USA und Russland zeigen wird.

Europa behält die Vermittlerrolle zwischen den zwei Fronten. Die USA werden fortfahren, Georgien zu unterstützen in der Absicht, die Grenzen der NATO und ihre Raketenabwehr bis an Russlands Grenzen vorzuschieben. Gleichzeitig bieten Konfliktherde im Ausland die Möglichkeit, von der internen Misere abzulenken.

Georgien selbst wird sich im Verlauf des Finsternisjahres in seinem selbst gestrickten Chaos verlieren, was dazu führen könnte, dass es längerfristig, so unwahrscheinlich es jetzt erscheint, Südossetien und Abchasien wird in die Freiheit entlassen müssen.

Russland kann eine Politik, bei der die NATO durch den Beitritt Georgiens und der Ukraine direkt vor seiner Haustüre stünde nicht hinnehmen. Dennoch sieht es danach aus, dass Russland sich intensiv darum bemühen wird, eine nukleare Konfrontation mit den USA, die sich über den Versuch, zwei Provinzen von der Größe Luxemburgs zu kontrollieren, aufbauen könnte, zu vermeiden. Der Machtkampf zwischen den USA und Russland geht weiter.

Prognose zum Neumond vom 29.9.2008, gültig für Oktober 2008, veröffentlicht im Pranahaus-Newsletter am 17.10.2008

Immer deutlicher zeichnet sich ab, was die Sonnenfinsternis vom 1.8.2008 ankündigte: die USA suchen mit allen Mitteln und vergeblich nach einer Lösung für ihre heftig angeschlagenen Wirtschaft. Finanzstarke Investoren aus Europa und Asien schrauben ihr Engagement immer weiter zurück. Die staatliche Rettungsaktion der schwer angeschlagenen größten US- Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac wird auf breiter Fläche nicht erfolgreich sein.

Vergleichen Sie zu diesen Aussagen bei www.n-tv.de die Artikel vom 22.9.2008 »Brennende Rezessionssorgen. US-Börsen geben nach«
und Inside Wall Street. Der Frust der Volkswirte

Schon in der ersten Septemberhälfte gingen die Aktienkurse auf Talfahrt. Zwischenerholungen zeigen lediglich die Schlingerbewegung deutlicher. Trotz der aktuell hohen Inflationsrate zeichnet sich eine deflationäre Bewegung ab. Die Bevölkerung nimmt immer weniger Kredite auf, das Ausgabeverhalten wird zunehmend zurückhaltender. Die Teuerung verkehrt sich in ihr Gegenteil: immer mehr Ware steht zur Verfügung, die Preise fallen, ohne dass gekauft wird.

In den kommenden Monaten wird sich die Krise weiter verschärfen.

Im Januar, zur Inauguration des neuen amerikanischen Präsidenten, dürfte es zum Dammbruch kommen, ausgelöst durch ein plötzliches, vielleicht auch erschreckendes Ereignis in den USA.

Wie schon im September werden die Aktienmärkte stark unter diesen Belastungen leiden. Dies gilt vor allem auch für die Bundesrepublik, deren Anleger besonders stark auf die Entwicklung in den USA reagieren.

Vergleichen Sie zu diesen Aussagen bei www.n-tv.de die Artikel vom 22.9.2008 »Schweissgebadet. Dax fällt zurück«

Turbulenzen stehen der EU insgesamt in Haus, intern und extern.

Vergleichen Sie zu diesen Aussagen bei www.n-tv.de die Artikel vom 22.9.2008 »Verschärfung der Finanzkrise. Euro unter 136 Dollar«

China wird einen massiven Werteschwund seiner (Dollar-)Devisenreserven bzw. insgesamt einen Substanzverlust erleben.

Vergleichen Sie zu diesen Aussagen bei www.n-tv.de die Artikel vom 22.9.2008 »Rezensionsorgen. Asien ächzt.«

Moskau dürfte im Oktober erstaunlich gut dastehen, vielleicht, weil Amerika sich selbst ad absurdum führt und weil Russland insgesamt in einer strategisch wesentlich besseren Situation ist als in den 1980er Jahren.
Im Laufe des Sonnenfinsternisjahres wird der Kreml einerseits Verhandlungsbereitschaft zeigen, andererseits seinen Konfrontationskurs fortsetzen. Längst patroullieren wieder russische Einheiten an den Grenzen der NATO und demonstrieren,wo der Kreml diese Grenzen sieht. Vorstellbar ist durchaus politischer Druck. Außerdem verfügt Russland über erhebliche Dollarreserven, die es dazu einsetzen könnte, der amerikanischen Währung den Todesstoß zu versetzen.

Wir erleben einen wahrhaft historischen Augenblick in der Weltgeschichte.

Prognose zum Neumond vom 29.10.2008

Die meisten Leute bringen in ihrem Haus Tür und Schloss nur an, wenn der Dieb schon gekommen ist. Aus Brasilien

Finanzcrash - was nun?

Nun haben wir sie also erlebt, die Achterbahnfahrt der Aktienkurse, den Domino-Effekt der Banken- und Finanzkrise und einen um Jahre gealterten George Bush. Viele Menschen haben ein Vermögen verloren, nur zu oft war es die Altersversorgung oder das Gesparte für den anstehenden Rollstuhl. Und es kam zu einer in der Geschichte einzigartigen Aktion, dem Angebot von Rettungspaketen, mit denen der Bankencrash und seine ungeheueren Folgen abgewendet werden sollte.

Nur zögerlich gehen die Banken darauf ein, zu stark sind ihnen die Auflagen der Regierung und die Einschnitte in ihre Autonomie. Pluto im Steinbock lässt grüßen, von seiner erfreulichen Seite, denn seine Chance liegt darin, dem ruinösen Wildwuchs auf dem Finanzsektor ein Ende zu bereiten. Bisher brachte er nicht nur mehr Überwachung des einzelnen Bürgers, sondern auch das Ringen um mehr Überwachung von Banken, Verstaatlichungen und finanzielle Beteiligungen des Staates an Banken, die an Forderungen und Regeln für die Vergabe der Gelder aus dem Rettungspaket geknüpft sind. Weniger Freiheit, mehr Restriktion soll dem Wirtschaftswachstum nach amerikanischem Vorbild, das auf unbegrenztes Wachstum durch immer mehr Geldinput setzte, Grenzen und Ordnung auferlegen.

Wie ich in meinem Artikel zur totalen Sonnenfinsternis am 1.8.2008 und seit einem Jahr im Pranahaus-Newsletter prognostiziert habe, geht Amerika dem Zusammenbruch der US-Realwirtschaft entgegen. Er wird in einen Staatsbankrott münden, weil die Zinszahlungen aus den Staatsschulden nicht mehr geleistet werden können.

Im Vorfeld wütet dort ein Tsunami, dessen ganzes Ausmaß sich im ersten Vierteljahr 2009 erst noch zeigen wird, und der Rest der Welt ist von den Ausläufern in unterschiedlichem Maße betroffen. Deutschland steht vor einer Rezession. Doch wir sind nicht allein. Das Schlingern der Aktienkurse weltweit mit einer insgesamt sturzbachartigen Abwärtsbewegung ist der Vorbote für die unhaltbare Situation in Übersee. Wer liest, wie Amerika über Jahre hinweg Geld geschöpft und "Wohlstand" fabriziert hat, dem stehen die Haare zu Berge.

Und schon rollt die nächste Hyperwelle aus Amerika heran: die meisten US-Bürger kaufen auf Kredit mithilfe von Kreditkarten. Wenn eine nicht mehr funktioniert, wird die nächste beantragt, sodass manche bis zu 30 Karten besitzen, die alle bis zum Anschlag überzogen sind. Diese Kreditschulden flossen auf dubiose Weise in den Weltmarkt in Form von "faulen" Kreditpapieren. - Neptun, der in den vergangenen Neumondhoroskopen immer seine Hand im Spiel hatte, bringt Lügengespinste und Täuschungsmanöver an den Tag und lässt die Seifenblase der Illusionen über Banker, Berater, Politiker und "solide" Unternehmen und Institutionen, denen wir vertrauen können, platzen. Das Ende der Ent - täuschung ist noch nicht gekommen. Gesund ist es ja allemal, mit der Realität konfrontiert zu sein. Laut Schätzungen könnte es zu einem Schuldenloch von 450 Milliarden Dollar kommen. Bevor es richtig ernst wird können wir die Amerikaner schon wieder bei uns mit dem Hut in der Hand vor der Türe stehen sehen - voraussichtlich im November. Mit völliger Konsequenz weisen die kommenden Neumondhoroskope auf ein galoppierendes Defizit in den USA hin, das, wie schon weiter oben bemerkt, im Sommer nächsten Jahres in die Insolvenz münden wird.

Noch ist es nicht soweit, noch spekulieren Mutige an der Börse und der Einsatz der Regierungen in Form von Geld und Bürgschaften übt zwischendurch beruhigenden Einfluss aus. Die Präsidentenwahl in USA bindet im November Aufmerksamkeit und schafft Hoffnung. Amerika, das seine Rolle zur Zeit statt auf "Weltmacht" auf "wir sitzen alle in einem Boot" umgestellt hat, sucht bei seinem Volk und international nach Sympathiepunkten. Doch auch der neue Präsident wird das Ruder nicht herumreißen können, auch dann nicht, wenn er Barack Obama heißt und als Hoffnungsträger gilt. Noch im ersten Vierteljahr 2009 wird er sich vor eine Situation gestellt sehen, die wie ein Angriff auf ihn wirkt: dramatische Ereignisse werden brisante Entscheidungen fordern. Möglich ist aber auch, dass der Angriff konkret ist und ein Attentat auf ihn verübt wird.

Im November, dem Wahlmonat, werden sich die USA noch einmal stark fühlen. Hoffnung keimt bei den amerikanischen Bürgern auf, während Deutschland, der Dax und der Euro weiter trudeln. Noch einmal mag es Amerika gelingen, so etwas wie einen schönen Schein zu kreieren, doch mit Neptun am Neumond-MC für Washington, ist das nur eine Frage der Zeit.

Die Europäische Union, deren Zerrissenheit durch Irlands Abstimmung vor kurzem noch offensichtlich war und die in einer tiefen Krise über ihre Zukunft steckte, sieht nun Anlass, sich mit vereinten Kräften der Stabilisierung des Finanzmarktes und der Wirtschaft zu widmen. Eine neue Einigkeit ist festzustellen, die den divergierenden Bestrebungen innerhalb der EU zunächst ein Ende setzt. Alle machen mit, auch Außenseiter wie England, das seine angeschlagene Wirtschaft nur noch im Verbund retten kann. Gemeinsam sind wir stark. Man hörte schon zwischendurch, dass auch die Queen vor der Pleite stünde… Upside down, was vor kurzem noch galt, hat sich in sein Gegenteil verkehrt. Im November wird Brüssel vor einer gravierenden Entscheidung stehen - vielleicht vor der Frage, ob die USA zu unterstützen sind. In jedem Fall werden überraschende Ereignisse von außerhalb der Union entschiedenes Handeln zur Sicherung der Wirtschaft und des Euro verlangen. Auch zu internen Streitereien kann es nun wieder kommen.

Nun ist auch China für alle erkennbar betroffen. Im Horoskop der totalen Sonnenfinsternis vom 1.8.2008, die bis zum 22.7.2009 gilt, war es schon zu sehen: auch China würde den Substanzverlust massiv spüren. Kein anderes Land besitzt soviele Dollar-Währungsreserven und dollarbasierte Staatsanleihen. Bisher war das Land zweistellige Wirtschaftswachstumsraten gewohnt, nun machen sich die Turbulenzen viel stärker bemerkbar als erwartet. Im November und in den kommenden Monaten wird es eine weitere Abschwächung und Verluste geben. China wird nicht tatenlos zusehen. Ab Dezember wird sich die Regierung in die Krisensituation und bei den Entscheidungen des Westens zu Wort melden.

In den kommenden Sonnenfinsternis- und Neumondhoroskopen sieht es so aus, dass Deutschland und die EU trotz wachsender Rezession in Relation noch gut davon kommen werden.
Noch vieles wird auf uns zukommen, nicht nur weil die Weltmärkte untrennbar vernetzt sind, nicht nur, weil Deutschland ein Exportland ist. Doch diese Region der Erde und voran auch Deutschland hat in besonderer Weise eine unermüdliche Kraft zum Durchhalten und Wiedererstarken bewiesen. Euroland und der Euro werden an Attraktivität gewinnen, wohin soll man sonst mit seinem Geld? Das haben auch schon große Investoren aus aller Welt erkannt und kaufen sich bei Banken und Unternehmen ein. Das ist vielleicht sogar langfristig das größere Problem.

Vielleicht gibt es in der ersten Neumondwoche eine Stabilisierung oder sogar einen Kursanstieg an den Börsen - spätestens ab Mitte November geht es dort und in der Welt wieder rund wenn die Ausläufer der neuen Kreditkrise unsere Ufer erreichen.

Prognose zum Neumond vom 27.11.2008 und Ausblick auf das Jahr 2009

Finanzcrash

Es ist das Schicksal jeder Generation, in einer Welt unter Bedingungen leben zu müssen, die sie nicht geschaffen hat. John F. Kennedy

Der nächste Neumond findet auf 5°49 Schütze statt, einem Saturn/Uranus-Grad. Die Verbindung dieser gegensätzlichen Prinzipien kann ebenso einen Durchbruch wie einen Zusammenbruch bewirken, je nach Ausgangssituation. In jedem Fall bringen sie Unvereinbarkeiten an den Tag, lassen Widersprüche massiv hervortreten, rütteln am Gewohnten. Das Anliegen von Saturn/Uranus ist nicht Friede und Harmonie, zumindest nicht in erster Instanz. Verstärkt wird das Neumondthema durch die Opposition, die die beiden Planeten miteinander bilden. Diese Zeitphase bildet den Höhepunkt des laufenden Saturn/Uranus-Zyklus.

Vor zwanzig Jahren begann der Niedergang der UdSSR. Das Ende des Kommunismus nahm 1988 seinen Anfang in Ungarn. Alle politisch wichtigen Posten wurden von Reformpolitikern übernommen. Damals begann auch ein neuer Saturn/Uranus-Zyklus - beide Planeten standen in Konjunktion. Die Machtverhältnisse in der Welt verschoben sich, Amerika wurde zur alleinigen Supermacht. Die Welt war nicht länger in zwei große Blöcke aufgeteilt, die sich im Kalten Krieg gegenüber standen.

Nun erleben wir den Höhepunkt dessen, was damals eingeleitet wurde, sozusagen Phase zwei des Prozesses: eine grundlegende Veränderung in der Aufteilung der Welt, eine wirtschaftspolitische Kontinentaldrift, die durch den nicht aufhaltbaren wirtschaftlichen Zusammenbruch der USA eingeleitet wird. Amerikas Hegemonie geht ihrem Ende entgegen. Ein neues Zeitalter bricht an, das sich naturgemäß zunächst durch Verwirrung ankündigt.

Der "Weltpräsident" wie der SPIEGEL Barack Obama nennt, wird sich im Dezember durch die weitere Ankündigungen zahlreicher außen- und innenpolitischer Maßnahmen darum bemühen, wieder ein Bild der USA als einer Nation voller Kraft und Siegeswillen herzustellen. Doch sein (Wahl-)Programm stammt aus einer Zeit vor dem Ausbruch der großen Krise und wird den aktuellen Notwendigkeiten nicht gerecht. Auch der Dezember-Neumond, der auf dem MC des Neumond-Horoskops für die USA steht, spricht von anderen Dingen: er weist darauf hin, dass weitere dramatische Nachrichten zur wirtschaftlichen Situation des Landes und der Welt insgesamt an die Öffentlichkeit dringen.

Beim Weltfinanzgipfel der zwanzig größten Industrie- und Schwellenländer (G20) am 15.11.2008 in Washington verständigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, alle Überwachungslücken auf den globalen Finanzmärkten schließen. In der Abschlusserklärung heißt es, "Wir müssen die Grundlage für eine Reform legen, die bewirkt, dass eine globale Krise wie die jetzige sich nicht wiederholen kann".

Neumond 27.11.2008 für Washington D.C. Man spricht von Folgekonferenzen, vom "Betreten einer neuen Welt" (Sarkozy). Doch der Aktionsplan der G20-Länder befasst sich mit Nebenschauplätzen: mit dem Schließen von Lücken zur Steuerflucht, Ankurbelung der Konjunktur, Finanzmarktregelung, Stützungsmaßnahmen der Zentralbanken, Ursachenforschung… - Aktionen, die zu einem früheren Zeitpunkt sinnvoll gewesen wären, heute aber das eigentliche Problem ignorieren: den kranken Dollar als Kernwährung der Weltwirtschaft. Auf der Liste der Länder und ihrer Dollar-Währungsreserven steht China ganz oben - aber auch die EU und Deutschland sowie weitere wichtige Länder halten einen großen Anteil. Der Crash des Dollars oder seine Abwertung in einer Größenordnung von schätzungsweise 90 % im Jahr 2009 wird sich wie ein Beben rund um die Welt auswirken. Eine Lösung könnte die Einführung einer Weltwährung sein - aber Hand aufs Herz: glauben Sie, die Staatsmänner dieser Welt werden diese Entscheidung - rechtzeitig - treffen?

Finanzcrash Neue Interessens- und Machtblöcke formen sich. Die Annäherung der EU und Russland ist offensichtlich. Ein vorsichtiges Vorfühlen in Richtung Asien und insbesondere China hat bereits eine neue "Entente", ein neues Einvernehmen, gebracht. Die USA und Großbritannien, die Gründer des Dollar basierten Währungssystems von Bretton Woods, werden so de facto trotz immer noch nach außen demonstrierter Einigkeit isoliert. Weitere Aufforderungen Barack Obamas zur Unterstützung werden auf Widerstand stoßen oder mit klaren Forderungen verknüpft sein. In diesem Zusammenhang wird China eine besondere Rolle spielen.

Auch China fürchtet nun eine Deflation. Die internationale Krise schüttelt das Land. Eine weitere Verlangsamung der Konjunktur und ein zunehmender Konsumverzicht der Bürger ist im Gang. Dieser Entwicklung wird die Regierung nicht tatenlos zusehen. Dennoch: die chinesische Erfolgspolitik der kleinen, dauerhaften Schritte wird durch Amerikas Schwäche immer offensichtlicher. Pekings geopolitische und weltwirtschaftliche Stärke tritt im Dezember noch stärker zutage. China wird sich bereit erklären, im internationalen Dilemma unterstützend mitzuwirken - und seinen Preis dafür fordern.

Heftige Turbulenzen hat auch Japan zu erwarten. Die Stimmung in der Welt gleicht Münchhausen, der sich am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen wollte. Wie überall ringen die Kräfte des Beharrens auch hier mit den Kräften der Umgestaltung.

Wie in meiner Prognose zum September-Neumond 2008 angekündigt bleibt Russland auf Konfrontationskurs. Am Tag nach der Wahl Obamas kündigte der russische Präsident Medwedew einen "harten außenpolitischen Kurs" an, nachdem Moskau Kurzstreckenraketen zwischen den NATO-Staaten Polen und Litauen stationieren werde. Dies war seine Antwort auf die Ankündigung der USA, Kurzstreckenraketen an der Ostseeküste stationieren zu wollen. Russland und Amerika haben inzwischen eingelenkt und die EU fungierte als Vermittler. Die Drohgebärde bleibt. Das Verhältnis USA/Russland bleibt gespannt, auch wenn ein erneuter Kalter Krieg nicht in Moskaus Sinn zu sein scheint, da es dem Land wirtschaftlich trotz der Finanzturbulenzen so gut geht wie nie zuvor.
Vermutlich hegt Russland keine imperialen Ansprüche - seine Stärke wird es jedoch weltpolitisch in wachsendem Maße gelten machen, denn dies ist die Chance, den Altgegner USA aus dem Rennen zu werfen.

Und in Deutschland? Der Abschwung der deutschen Wirtschaft hat sich als Folge der Finanzmarktkrise und der weltweiten Konjunkturflaute beschleunigt. Die Ausfuhren als wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft brachen in den vergangenen Monaten ein. Gleichzeitig legten die Importe stark zu. Diese Situation und Versuche der Bundesregierung, gegen zu steuern, werden uns im Dezember stark beschäftigen. Das mangelnde Vertrauen in das Konjunkturprogramm der Regierung wird sich auch bei uns in Konsumzurückhaltung und einem stark fluktuierenden Aktienindex zeigen.
Und: auch wenn Angela Merkel ein weiteres Truppenengagement in Afghanistan abgelehnt hat - dies wird nicht die letzte Anfrage des neuen Präsidenten um Mithilfe auf verschiedenen Ebenen sein.

Die Weltkrise ist erst seit etwa zwei Monaten in der Öffentlichkeit im Gespräch.. Obwohl Insider, Finanzanalysten und Buchautoren schon viel früher vor genau dieser Entwicklung warnten, war in den Medien noch im August 2008 - ein Monat vor dem ersten Schock der Hypothekenkrise - zu hören, alles sei ja nicht so dramatisch. Jetzt, Mitte November, ist es aus mit dem freundlichen Bagatellisieren. Trotzdem sind unsere Politiker immer noch in Planspielen unterwegs und vergeben Milliarden, die weder die Regierungen noch die Steuerzahler besitzen. "Ich bin pleite" schrieb dazu Frank Meyer mit Galgenhumor und rechnet uns vor, was die Schuldenuhr zu der Verschuldung, die auf den einzelnen Bürger aufgrund der Staatsverschuldung fällt, zu sagen hat…

Wozu fordert uns diese Zeit auf? Es wird in jedem Fall wichtiger werden, sich verstärkt Werten zuzuwenden, d ie geistig-spiritueller Natur sind. Alles, was Wissen und Einsicht vermittelt und uns sinnvollen Absichten und Tätigkeiten näher bringt, wird uns nun mehr Substanz und Sicherheit geben als auf den schwankenden Boden von Investitionen, Spekulationen oder den Sparstrumpf zu vertrauen. Das Bedürfnis nach Glauben wächst überall. Angesichts der allgemeinen Desorientierung sind es jedoch vor allem die Glaubensbewegungen - auch innerhalb des Christentums - die besonders eindeutige Regeln und Gebote aufstellen, die Hochkonjunktur haben.

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Prognose zum Neumond für September

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