Finanzcrash und Weltwirtschaftskrise

Prognose zum Neumond und zur ringförmigen Sonnenfinsternis vom 15.1.2010

Der nächste Neumond findet am 14.02.2010 statt.

Euro - Dollar

»Wenn Kredite reich machen würden, wäre Simbabwe das reichste Land der Welt.«
Marc Faber

Wo wir heute stehen

Nachdem die Konjunktion von Jupiter und Neptun zu Ende gegangen ist, werden die Fakten und Probleme der wichtigsten Länder offensichtlich. Nicht dass sie vorher nicht dagewesen wären, doch im September 2009 zeigte sich, dass die entscheidenden Staaten nicht zu einer Umkehr in der Politik bereit sind. Man setzte weiter auf Beruhigung der Bevölkerung anstatt auf eine politische und wirtschaftliche Wende.

Das deutsche Staatsdefizit hatte sich bereits zum 30.9.2009 fast versechsfacht. Deutschlands Schulden erreichten die Rekordmarke von 1,6 Billionen Euro! Wie das Statistische Bundesamt am 29.12.2009 mitteilte, "beläuft sich das kassenmäßige Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte - in Abgrenzung der Finanzstatistik - für die ersten drei Quartale 2009 auf 96,9 Milliarden Euro. Die Ausgaben der öffentlichen Haushalte sind gegenüber den ersten drei Quartalen 2008 um 7,9% auf 838,8 Milliarden Euro gestiegen. Die öffentlichen Einnahmen gingen dagegen um 2,4% auf 741,9 Milliarden Euro zurück." Vor einem Jahr hatte das im vergleichbaren Vorjahreszeitraum ausgewiesene Defizit lediglich 17,2 Milliarden Euro betragen. Das Finanzierungsdefizit der Sozialversicherung erhöhte sich übrigens in dieser Zeit auf 16,6 Milliarden Euro - vor allem aufgrund des hohen Defizits bei der Bundesagentur für Arbeit.

Die USA sind mittlerweile definitiv bankrott. Wie man (für wie lange?) trotzdem weiter existieren kann machte der US-Senat an Heiligabend vor. Wie Reuters und Bloomberg am 24.12.2009 berichteten, wurde eine zusätzliche Staatsverschuldung um 290 Milliarden Dollar beschlossen. Dieser Betrag - der zu dem bereits astronomisch hohen US-Defizit hinzu kommt - genüge, um die Regierung für weitere zwei Monate zu finanzieren. Das Gesamtdefizit beträgt nun 12.39 Billionen US-Dollar. Das Schuldenlimit wurde damit zum vierten Mal innerhalb von 18 Monaten angehoben.

Nichtsdestoweniger stellte sich heraus, dass, wie SPIEGEL Online am 12.1.2010 berichtet, die US-Notenbank 2009 Rekordgewinne mit Risikodeals eingefahren hat: »Präsident Obama stellt die Privatbanken immer wieder an den Pranger - jetzt kommt heraus: Ausgerechnet die US-Notenbank hat im Krisenjahr 2009 mit riskanten Wertpapiergeschäften einen Rekordprofit erwirtschaftet. Laut Washington Post machte die Fed so 45 Milliarden Dollar Gewinn.«

Seit März 2009 kauft die US-Zentralbank Fed selbst oder über Vermittler bei den Staatsanleihen-Auktionen erhebliche Teile der Anleihen auf und sorgt so für Liquidität (man nennt das »Monetarisierung« = zu Geld machen). Nach einigen Quellen betragen diese Aufkäufe bis zu 80 % der emittierten Bonds. Ohne diese Käufe wären die Auktionen Flops.

Das neue Wunderland China räumte am 22.12.2009 erstmals einen Kapitalbedarf seiner Banken ein. Die lockere Kreditvergabe hat inzwischen eine Immobilienblase und Sorgen um faule Kredite erzeugt, die den chinesischen Politikern wohl den Schweiß auf die Stirn treiben dürfte. Dennoch will Peking an seinen Konjunkturhilfen festhalten.
Mit China als Wirtschaftslokomotive zu rechnen, die den Rest der Welt aus der Misere zieht, ist ein frommer Wunschtraum. Peking ist damit beschäftigt, seine US-Dollarreserven zu minimieren - und kauft Gold.

Staatsverschuldung und Druckerpresse

Euro - Dollar

Wie in allen Ländern, die der mit der eleganten Bezeichnung quantative easing umschriebenen Politik des Gelddruckens huldigen, wäre bei einem Ausstieg mit katastrophalen Folgen zu rechnen. In keinem der Länder ist der Aufschwung selbsttragend, sondern durch verschiedenen Formen von Interventionen hergestellt. Das Weltfinanzsystem befindet sich in einer Sackgasse: Die Staatsdefizite ufern immer mehr aus. Der Euro hätte im Jahr 2009 nach den Maastricht-Kriterien bereits nichts mehr eingeführt werden können, da in fast allen EU-Ländern die Einhaltung der 3 % Verschuldungsobergrenze gemessen am BIP, die 1992 beschlossen wurde, in weite Ferne gerückt ist.

Mehr zum Thema Staatsverschuldung hat auch das Handelsblatt zu berichten. Unter dem Titel "Angst vor der Staatspleite geht um" war dort am 1.1.2010 zu lesen: »Noch nie ist die Staatsverschuldung in so vielen Ländern gleichzeitig in so kurzer Zeit so extrem gestiegen. Irland etwa rutscht von einem Haushaltsüberschuss in ein Defizit von fast 13 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Ähnliche Höhen erreichten die USA und Großbritannien. Deutschland bewegt sich in Richtung eines Defizits von 6 % und eines Schuldenbergs von 80 % des BIP und steht damit noch geradezu solide da.« Und an anderer Stelle heißt es: »Ein Gespenst geht um auf den Finanzmärkten - das Gespenst des Staatsbankrotts. Die Zweifel an der Bonität Griechenlands schickten zum Jahresschluss Schockwellen durch die Märkte. Doch bisher seien das nur Vorboten kommender Turbulenzen, warnen Ökonomen. Die Angst vor der Staatspleite löst die Angst vor der Bankenpleite ab. (…) Um einen Kollaps des Weltfinanzsystems zu vermeiden, haben Regierungen und Notenbanken seit Herbst 2008 den Banken faule Kredite und riskante Wertpapiere in Billionenhöhe abgenommen, die Märkte mit billigem Geld geflutet und Rekordkonjunkturpakete geschnürt, um die Realwirtschaft aus ihrer Schockstarre zu befreien.«

Die Zinslast der Staaten

Dass die Regierungen weiter den Weg der Inflationierung beschreiten würden, habe ich in den meisten meiner zurückliegenden Prognosen deutlich gemacht. Es besteht keine echte Möglichkeit zum Ausstieg mehr. Entscheidend ist nämlich nicht nur die Höhe der Staatsverschuldung oder der Prozentsatz der Verschuldung im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt (BIP), sondern die Fähigkeit, die Zinsen der Schulden tragen zu können. Die Schuldenzinsen sind jedoch inzwischen in einem solchen Maße angewachsen, dass eine Erhöhung der Zinsen für Staatsanleihen, wie sie aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Position der meisten Länder notwendig wäre, nicht möglich ist. Nicht nur die US-Notenbank Federal Reserve, auch die Europäische Zentralbank (EZB) und andere Zentralbanken sind gezwungen, weiter Geld zu drucken und die Zinsen niedrig zu halten. Würden die Zinsen steigen stünde für die meisten Länder ein schneller Bankrott ins Haus.

Nun berichtete die Thüringer Allgemeine Zeitung am 21.12.2009 sozusagen in einem Nebensatz, dass bei der Firma Ruhlamat in Marksuhl, das Gelddruckmaschinen produziert, ein Großauftrag über 14 Maschinen eingegangen ist. Der zum Artikel führende Link wurde übrigens inzwischen aus dem Netz entfernt. Wenn man ihn anklickt kommt man nur noch auf die Startseite der Zeitung, obwohl in dem Link selbst noch alle weiterführenden Informationen enthalten sind. Sehen Sie hier den Originallink:

http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.eisenach.volltext.php?kennung=on4taLOKStaEisenach40163&zulieferer=ta&kategorie=LOK&rubrik=Stadt®ion=Eisenach&auftritt=TA&dbserver=1"

Hier finden Sie einen Artikel von Udo Ulfkotte, der sich auf den Orignalartikel in der Thüringer Allgemeinen Zeitung bezieht:

Deutschland: Vorbereitungen auf die Hyperinflation – Gelddruckmaschinen bestellt

Wie geht es weiter?

Für die Bundesrepublik steht die Zeitqualität "Wunder werden wahr" im Zusammenhang mit der existenziellen Grundlage, den Finanzen und der Sicherheit. Wir werden einen plötzlichen Umschwung oder eine Instabilität, vermutlich ausgelöst durch globale Ereignisse oder durch Ereignisse im Euroraum, erleben. Spanien könnte in dieser Phase der nächste Kandidat sein, der vor einem Staatsbankrott steht. Auch die Verhältnisse in England und in weiteren Ländern spitzen sich zu. Von Dubai werden wir im Februar wieder hören. Aufgrund der Vernetzung der Währungs- und Wirtschaftsräume wirken sich auch weiter entfernte Ereignisse in allen Ländern zwar mehr oder weniger stark, aber definitiv aus.

China

China steckt in der Dollarfalle. Da das Land enorme Währungsreserven in Dollar hält und seine Handelsüberschüsse in einem Finanzraum anlegen muss, der groß genug ist, um das chinesische Volumen aufzunehmen, ist Peking (noch) gezwungen, weiter US-Staatsanleihen zu kaufen und den Dollar zu stützen. Doch es gibt immer mehr Hinweise, dass die Volksrepublik dabei ist, ihre Bindung an den Dollar zu lösen und die eigene Währung Renminbi (Yuan) als internationale Währung einzuführen. Hindernis ist hier vor allem, dass China den Yuan anderen Währungen gegenüber freigeben müsste, was zu einer sofortigen Aufwertung des Yuan, einer massiven Abwertung des Dollars und einem Wertverfall der chinesischen Währungsreserven führen würde. Auch kann die Volksrepublik dann nicht mehr von billigen Exportgütern profitieren. Doch diese Gründe werden angesichts der US-Staatüberschuldung immer weniger tragen. Chinas Forderung nach einer neuen Weltleitwährung wird massiver werden, ebenso wie alle Strategien, die die Inlandsnachfrage erhöhen, sodass die Exportabhängigkeit geringer wird.

Für die USA stehen in der Neumondphase Kämpfe an. Es wiederholt sich die astrologische Auslösung, die unter anderem galt, als der UNO-Bericht veröffentlich wurde, in dem eine Ablösung des Dollars als Weltleitwährung gefordert wurde (September 2009, UNCTAD-Bericht). Der Dollar wird wieder fallen und hat das bis zum Erscheinen dieser Prognose vermutlich bereits getan. Der große Crash mag noch anstehen. Spätestens im Mai 2010, wenn der Vollmond über die wichtigsten laufenden Planetenkonstellationen geht, wird es zu einem massiven globalen Einschnitt kommen.

In meiner Prognose zur totalen Sonnenfinsternis und dem Neumond vom 22.7.2009 schrieb ich in Bezug auf den Iran: »Wie ich schon Ende Juni in meiner Neumondprognose für Juli schrieb, ist die Opposition zwar nicht mehr in dem Ausmaß wie vorher in den Medien, sie ist jedoch nach wie vor äußerst aktiv. Das Sonnenfinsternishoroskop zeigt, dass die Opposition massiv kämpferisch auftreten und aller Voraussicht nach die Regierung Ahmedineschad stürzen wird.« Die Oppositionsbewegung hat sich besonders in den letzten Wochen trotz der blutigen Unterdrückung wieder stark formiert. Wie www.diepresse.com am 1.1.2010 meldet kämpft das iranische Regime um sein Überleben.

Die Weltfinanzkrise ist ein »Warten auf Godot«. Wie in dem Theaterstück von Samuel Beckett scheint es, Godot - das wahre Ausmaß - werde nicht kommen, obgleich es immer wieder danach aus sah. Doch anders als Becketts Stück ist Godot schon an der Tür. Auch das Thema 9/11 ist noch lange nicht vorbei. Wir können mit neuen Informationen rechnen und/oder einem vergleichbaren Ereignis.

Quellen und weitere Artikel

Möglicherweise funktionieren einige dieser Links nicht mehr, wenn Sie sie anklicken, da Links und Artikel aus unterschiedlichen Gründen von den Online-Portalen entfernt werden.

Öffentliches Finanzierungsdefizit auf 96,9 Milliarden Euro gestiegen
Arbeitsagentur braucht immer mehr Geld
Deutschland reißt DefizitlatteWirtschaft bricht 5,0 Prozent ein
Deutsche Wirtschaft stürzt 5 Prozent ab
Debt limit hike wins final Congress approval
Senate Votes to Increase U.S. Debt Ceiling by $290 Billion
US-Notenbank macht Rekordgewinn mit Risiko-Deals
Angst vor der Staatspleite geht um
Globale Schuldenkrise: Die weltweite Angst vor Staatspleiten
Ausblick für 2010 - Quantative Easing eilt zu Hilfe, weltweit…
Das iranische Regime kämpft um sein Überleben
China räumt erstmals Kaitalbedarf seiner Banken ein
China sagt Festhalten an Konjunkturhilfen zu
USA: Eine Weltmacht ist bankrott
Der Turmbau zu Babel: Was sagt uns der Skyscraper-Index?
Staatsschulden - was ist das?
»Wir glauben euch nicht!«: »Focus Money« präsentiert prominente Zweifler an den Lügen des 11. September
Der Turmbau zu Basel: Geheimpläne für eine globale Währung

Kontakt

Brigitte Hamann
Hirschauer Str. 12
D-72108 Rottenburg am Neckar
Tel. +49 (0)7472 - 281520
Fax: +49 (0)3212 - 3622011
eMail: info@brigitte-hamann.de

Kontaktformular