Finanzcrash und Weltwirtschaftskrise
Prognose zur Neumondphase vom 16.12.2009-15.01.2010
"Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre." Konrad Adenauer
"Ich kann die Richtung des Windes nicht ändern, aber ich kann meine Segel so ausrichten, dass ich immer mein Ziel erreiche." Jimmy Dean
Wundersame Wirtschaftszahlen:
ein Rückblick auf das Jahr 2009
Ist Ihnen aufgefallen, wie die Nachrichten zur Weltlage in den Massenmedien zwischen Euphorie und düsteren Aussichten hin und her schwanken und sich sogar manchmal am gleichen Tag widersprechen? Mal verheißen die Zahlen Gutes, dann wieder ganz das Gegenteil.
Die Börsen und Märkte reagieren seismographisch auf jede Nachricht und zeigen, dass die Reaktionen der Investoren eher emotional als rational bestimmt sind. Sie sind - vor allem in solchen Zeiten - kein echter Indikator für das, was vorgeht.
Anfang 2009 herrschte das große Heulen und Zähneklappern - die Krise hatte hart zugeschlagen. Barack Obama wurde als Präsident eingeführt und weckte Heiland-Lösungs-Hoffnungen. Dann startete plötzlich eine Aktienrallye und viele waren wieder frohgemut. Im Sommer sah es dann wieder düster aus. Die Medien berichteten über eine rasend schnell wachsende Anzahl von Bankenpleiten (140 sind es aktuell) in den USA mit den damit verbundenen Vermögensverlusten ihrer Kunden. Inzwischen ist auch die amerikanische Banken-Einlagensicherung FDIC bankrott und kann ohne staatliche Hilfe noch nicht einmal die von ihr garantierten Beträge bezahlen.
Die Arbeitslosenzahlen schossen in die Höhe - nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Dabei ist hinlänglich bekannt, dass diese Zahlen immer noch geschönt sind.
Im September näherte sich der Jahrestag von Lehman Brothers, der amerikanischen Großbank, die am 15.9.2008 Konkurs anmelden musste. Diesen Datum markiert den für alle Welt ersichtlichen Beginn der Finanzkrise. Die offizielle Version war, dass man nach der so genannten Rettung der Großbanken Fannie Mae und Freddie Mac nicht noch weitere Unterstützungen geben wollte. Inzwischen brauchten und bekamen beide Banken allerdings ebenso wie z. B. die deutsche Großbank Hypo Real Estate (HRE) weitere Milliarden. Aktuell ist die HRE wegen weiterer fauler Kredite in Milliardenhöhe wieder im Gespräch. Lassen Sie uns nicht aus den Augen verlieren, dass an dem Wohl und Wehe dieser Banken die Gelder und Sicherheiten vieler Menschen hängen.
Eine andere Lesart des Lehman-Konkurses besagt, die Finanzoligarchie habe Lehman Brothers bewusst in den Konkurs gehen lassen (denn die Rettung wäre einfach gewesen), um in der Weltöffentlichkeit die Akzeptanz für die großen Rettungspläne für weitere Banken und bestimmte Konjunkturprogramme zu schaffen: Gelddrucken mit dem Segen des Volkes.
Gerettet wurden die Banken und Firmen, denen man unterstellte, sie seien zu groß ("too big to fail"), um sie bankrott gehen zu lassen. Die Banken und Firmen, die sich mit ihrer inkompetenten und oft betrügerischen Finanzpolitik selbst ins Aus manövriert hatten. Weshalb dann nicht auch Lehman Brothers? Wir erinnern uns an die 1994 von David Rockefeller geäußerten Worte: "Wir stehen vor einer weltweiten Umwälzung. Wir brauchen nur die richtige große Krise und die einzelnen Staaten werden die neue Weltordnung akzeptieren." Nach Rockefellers Worten und denen anderer so genannter Global Player ist das alles Teil eines Spiels, das eine klare Absicht verfolgt.
Möglich ist, dass die durch den Lehman Konkurs ausgelösten Folgen machtvoller und unkontrollierbarer waren als von den Drahtziehern gedacht. Die Finanzkrise mutierte zu einer Weltwirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes. Plötzlich standen jedoch Milliardenbeträge zur Rettung Verfügung, wo doch nur wenig zuvor nicht einmal das Geld für den Bau und Betrieb neuer Kindergärten vorhanden war.
Pünktlich zum 15. September 2009, dem Jahrestag des Lehman-Konkurses, drehte dann die Stimmung in den Medien: Aufschwungnachrichten jagten sich, die Aktien starteten eine neue Rallye, die Wirtschaftkrise wurde vehement für beendet erklärt. Für das Image der USA in der Welt war dieser Jahrestag enorm wichtig.
Astrologisch begann mit der erneuten
Saturn-Uranus-Opposition und dem Saturn-Pluto-Quadrat Phase III der großen Krise,
in der es weder
möglich sein wird, die Endphase des Weltfinanzsystems noch nennenswert weiter hinauszuschieben noch
ihre Auswirkungen
wesentlich abzumildern. Noch am 16.10., nach der Bundestagswahl, für die ebenfalls positive Nachrichten gebraucht wurden,
berichtet der Nachrichtendienst Reuters: Regierung sieht Wachstumsaussichten 2010 günstiger.
Doch schon am 20.10. konnte man ebenfalls bei Reuters das Gegenteil lesen: "Merkel erwartet Anfang 2010 extrem ernste
Wirtschaftslage".
Für Europa berichtete das österreichische Online-Portal www.diepresse.com bereits am 14.10. wenig Gutes: "Staatsverschuldung: 13 Hochrisiko-Staaten in EU" und am 30.10. "Höchste Arbeitslosigkeit seit zehn Jahren"
Überall verschulden sich die Staaten immer mehr. In USA erwägen die Demokraten erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder "War Bonds" (Kriegsanleihen) für Afghanistan auszugeben. Der Bund nimmt 400 Milliarden Euro Kredite auf und so könnte man Zahlen über Zahlen der Staatsverschuldung nennen.
Gute und schlechte Nachrichten zum selben Thema wechseln sich ab, manchmal sind sie am selben Tag im selben (als
seriös eingestuften) Online-Portal zu lesen, für Europa, die USA und manchmal auch für andere Länder wie China. Wenn
man wie ich Nachrichten sammelt und die Schlagzeilen im Nachhinein liest kann man sich nur verwirrt am Kopf kratzen.
Wie denn nun?
Haben wir eine weltweite Krise oder haben wir sie nicht? Erholt sich Wirtschaft oder gibt es keinen "selbsttragenden Aufschwung"?
Im November mehrten sich wieder die weniger erfreulichen Aussichten: steigende Arbeitslosigkeit (ungeschönt soll sie in den USA etwa 20 % betragen). Das US-Bankensterben ging und geht ebenfalls weiter: 123 waren es am 14.11, zahlreiche weitere werden erwartet. Der SPIEGEL berichtete am 7.12.: "Das Gerede vom Aufschwung ist bislang vor allem Theorie: In einer Umfrage des >Handelsblatts gaben nur sieben Prozenz der Unternehmen an, die Konjunkturerholung zu bemerken. Weil zwei Drittel der Firmen erst 2011 mit einem Ende der Krise rechnen, wollen viele nun ihre Kosten stark senken." Das bedeutet einen weiteren Verlust an Arbeitsplätzen.
Banken bleiben international das große und wenig erfreuliche Thema. Am 4.12. berichtete
Financial Times Deutschland
über ihre Tricks: "Bilanzen - Banken üben sich im Schönrechnen".
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Banken inzwischen
97 Milliarden Euro mit der ungewöhnlich langen Laufzeit von einem Jahr gepumpt
Und Reuters stellt am 7.12. fest: "Die staatlichen Rettungsaktionen für Banken haben das Beihilfevolumen in der
Europäischen Union im vergangenen Jahr stark erhöht. Nach einer Übersicht der EU-Kommission wurden im vergangenen Jahr
insgesamt 279,6 Milliarden an Staatshilfen gezahlt - rund vier Mal so viel wie im Vorjahr. Davon flossen 212 Milliarden
Euro oder 1,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts an den Bankensektor, wie aus der am Montag veröffentlichten Statistik hervorging."
Von Ruhe an der Wirtschaftsfront kann nicht die Rede sein. Als Ende November Dubais "Turmbau zu Babel" einstürzte geriet die Welt wieder in helle Aufregung - nicht weil die Schulden des Emirats so weltbedeutend wären, sondern weil weltweit die Angst vor weiteren Staatspleiten wieder stieg. Nun befürchtetman wie Deutsche-Bank-Chef Ackermann weitere "Zeitbomben".
Die spekulativen Geldströme begannen vorübergehend wieder in eine andere Richtung zu fließen, der Dollar profitierte.
Anfang Dezember waren plötzlich gute Arbeitsmarktdaten aus USA zu vernehmen. Doch die gefallenen Arbeitslosenzahlen sind im Wesentlichen auf staatliche Eingriffe zurückzuführen. Allein 30 Prozent der Arbeitsplätze entfallen laut Financial Times Deutschland auf den Staat und das Gesundheitswesen, so viel wie im produzierenden Gewerbe und im Handel zusammen. "Das ist nicht mehr die Beschäftigungsstruktur eines dynamischen Landes. Und Besserung ist kaum in Sicht."(…) "Ohne den Staat sowie das Gesundheitswesen gerechnet sind auch im November noch 46.000 Stellen flöten gegangen, im Mittel der vergangenen drei Monate 126.000."
Fed-Chef Bernanke dämpfte auch gleich die Aussichten auf eine nachhaltige Erholung. Die Zeiten, in denen die Weltöffentlichkeit sich abspeisen ließ, sind auch vorbei.
Bubbles - die Welt der "Blasen" geht ihrem Ende entgegen
In all dieser Unsicherheit stieg der Goldpreis rasant auf über 1200 Dollar pro Unze; auch Silber und Rohstoffe legten massiv zu. Die aktuelle Kurskorrektur mit einem stärkeren Dollar wird in den Medien wie eine große Wende gefeiert. Die Welt steht Kopf. Noch haben wir bis etwa Jahresende die von Chiron begleitete Jupiter-Neptun-Konjunktion, die auch für Blasen, Panik und trügerische Hoffnungen steht.
Im Horoskop des Dollars zeigt eine Jupiter-Neptun-Konjunktion seine Fähigkeit, sich weltweit auszubreiten und illusorische
Blasen zu erzeugen.
Würden die Verantwortlichen anders mit dem Dollar umgehen stünde diese Konstellation auch dafür, dass
der Dollar hätte Frieden bringen können. Doch davon sind wir weit entfernt. Trotz aller Bemühungen der Regierungen, die
reale Situation unter der Decke zu halten, tauchen überall auf dem Globus, besonders jedoch in USA und Europa, immer
wieder neue Katastrophen auf. Zur Zeit berichten die Medien über Griechenland, das vor dem Staatsbankrott steht. Morgen
kann es Großbritannien, sein oder eine ganze Reihe anderer Länder.
Der Dollar, der die Grundlage des gesamten Weltfinanzsystems darstellt, ist wie ein Gasballon, der trotz Leck noch einmal steigt. Wie eine Supernova mag er sich noch einmal ausdehnen bis er in sich zusammen stürzt. Das Ende des Dollars in seiner aktuellen Bedeutung ist sicher, wenn auch die genaue Form des neuen Weltfinanzsystems nicht abzusehen ist. Wir bewegen uns auf einen neuen Goldstandard zu, der aus verschiedenen Gründen sicher nicht die alte Form von Bretton Woods haben kann und wird. Doch der Ruf nach einer neuen Weltleitwährung wird immer lauter und die Frage ihrer Deckung ebenfalls.
Ungeachtet der aktuellen Rallye wird der Dollar wieder fallen - entweder bereits noch ab Mitte der kommenden Woche oder spätestens
im Januar. Die extreme Volatilität des Dollars (ebenso wie des Euro) weist darauf hin, dass es an solider Substanz fehlt.
Die "Institution" Dollar hat ausgedient. Sie wird wie andere Papierwährungen auf dem "Friedhof der Fiat-Währungen" landen
James Turk). Auch am Euro wächst der Zweifel. Die WELT berichtet am 17.12.: "Währungen - Das Vertrauen in den Euro bröckelt
China
Die Probleme in China wachsen. Die Geldmenge M2 gerät immer mehr außer Kontrolle. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um die Rekordzahl von mehr als 29.74 Prozent im Vergleich zum November vorigen Jahres gewachsen. Eine Preisblase für Immobilien und Grundbesitz hat sich aufgebaut. Laut den Ökonomen Lu Ting and T.J. Bond plant die chinesische Regierung "die Immobilienpreise zu kontrollieren, indem mehr gebaut und angeboten wird". 2006 war noch vom Gegenteil die Rede.
Das Land hat große Schwierigkeiten, die Nachfrage nach Konsumgütern aufrecht zu erhalten. Das größte Einkaufszentrum der Welt,
die South China Mall in Guangzhou, ist bereits fast leer. Leere Bauten stehen überall.
Wir sollten also nicht hoffen, dass China der Motor sein kann, der die Weltwirtschaft rettet.
Ausblick: Die wirtschaftspolitische Kontinentaldrift
Im ersten Quartal 2010 und möglicherweise schon zuvor, gegen Ende des Jahres, wird die Blase der Rettungspakete platzen. Die durch die exzessive Verschuldung der Regierungen entstandene Krise wird uns einholen. Zu viele Staaten sind bankrott. Der Arbeitsmarkt bleibt unsicher. Laut einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind seit März 2008 mindestens 20 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen. Fünf Millionen weitere Stellen sind derzeit in den 51 untersuchten Ländern akut gefährdet. Die deutsche Industrie hat im Oktober ein drastisches Auftragsminus verbucht. Es wird mit einer steigenden Anzahl von Firmenpleiten gerechnet.
Vieles spricht dafür, dass das Jahrzehnt, dass mit dem Schockerlebnis des 21.September 2001 begann, mit einem Knall enden wird. Allein der Aufmarsch von Truppen in Afghanistan kann zu weltweit spürbaren Folgen führen. Die Eskalation der Gewalt in diesem Land wird nicht den von Obama angekündigten Sieg und schnellen Abzug bringen.
Für die USA ist eine plötzliche kritische Veränderung der Situation angezeigt. Möglich sind ein Sturz des Dollars (oder eine künstlich aufgeblasene, nicht haltbare Rallye), Eskalation von Gewalt im Landesinnern und die deutlich weiter zunehmende materielle Instabilität des Landes sowohl was die Währung angeht als auch die Situation der Menschen.
Unser Finanzsystem ist in seiner aktuellen Form nicht zu retten. Keine Bank, auch keine deutsche, könnte das Geld auszahlen, das Sparer und Investoren bei ihr angelegt haben. Würden alle Kunden auf einmal vor der Tür stehen, gäbe es bestenfalls einen Euro für elf, und noch nicht einmal für diesen einen Euro besitzen viele Banken den realen Gegenwert in Gold oder Silber. Die Einlagensicherung kann diese Defizite nicht ausgeleichen. Die von Angela Merkel ausgesprochene Garantie kann der Bund nur durch weiteres Schöpfen von Geld einhalten.
Edelmetalle und Rohstoffe werden deshalb weiter steigen, ungeachtet der gegenwärtigen Korrektur. Auch das renommierte Handelsblatt sagt voraus: "2010 wird ein Jahr der Rohstoffe".
Das Räderwerk der Kontrolle und Manipulation der Finanzoligarchie ist aus dem Ruder gelaufen. Die herrschende Finanzelite, zu der vor allem die wenigen Familien gehören, die hinter der US-Notenbank Federal Reserve stehen, wird von den Wirkungen betroffen, die sie losgetreten hat. Was gibt man Menschen, deren Vermögen so immens sind, dass sie nur noch eines zusätzlich haben können: mehr Macht?
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Quellen:
HRE wieder im
Gespräch
FDIC is broke
Regierung sieht
Wachstumsaussichten 2010 günstiger
Merkel erwartet Anfang 2010
extrem ernste Wirtschaftslage
Marode banken erhalten Geldspritze
EZB pumpt 97 Milliarden
Euro in den Markt
Kriegsanleihen für Aghanistan
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Kredite auf
Rekordverschuldung: Bund leiht sich Rekordsumme
Nur sieben Prozent der Firmen
spüren den Aufschwung
Vertrauen in den Euro bröckelt
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Ackermann befürchtet Dubai II
Dubai-Krise: Angst vor Staatspleiten steigt
Staatsverschuldung: 13 Hochrisiko-Staaten in EU
Höchste Arbeitslosigkeit
seit zehn Jahren
Staatliche
Rettungsaktionen für Banken
Bernanke dämpft Hoffnung auf nachhaltige Erholung
2010 wird das Jahr der Firmenpleiten
ILO Studie: Wirtschaftskrise kostet weltweit 20 Millionen Jobs
China`s property bubble
2010 wird ein Jahr der Rohstoffe
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Brigitte Hamann
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eMail: info@brigitte-hamann.de

Die wahren Hintergründe der Finanzkrise -
Ein Buch über die Geld-
Was wir schon immer über die Finanzkrise und ihre Entstehung wissen wollten aber nicht
daran dachten, es zu fragen... Finanz-Experte Dirk Müller (genannt "Mister DAX") rückt Unwahrheiten gerade und zeigt,
wie wir mit manipulierten Wirtschaftsdaten gezielt ruhig gestellt werden. Auch ein Buch für Anleger während und nach der Krise.
Zwei Zitate zum Buch: »Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig
wer die Gesetze macht.« Meyer Amschel Rothschild.